Nachteile konventioneller Biogastechnik

Pflanzliche Biomasse besteht zu einem sehr hohen Anteil aus Zellwänden und anderen strukturgebenden Komponenten. Die fermentative Umsetzung dieser Substanzen zu Biogas erfolgt in Biogasanlagen konventioneller Bauart nur unbefriedigend. Typische Biogasanlagen nutzen zur Biogasgewinnung daher in der Regel hauptsächlich eher einfach abbaubare Bestandteile wie Zucker, Stärke, Proteine und Fette. Zugleich erfordert die extrem lange Verweilzeit der Substrate eine erhebliche Behältergröße. Wesentliche Biomassestoffströme sind deshalb auf diesem Wege nicht sinnvoll für die Biogaserzeugung nutzbar. Selbst bei einem Einsatz speziell kultivierter und stofflich optimierter Ganzpflanzensilagen oder von strukturell vergleichbaren Materialien, bleiben erhebliche Mengen unvergorener faserhaltiger Gärrückstände zurück. Sogar bei einem Einsatz von Mais-Ganzpflanzensilage, einem der Standardsubstrate der Biogasgewinnung, beträgt dieser Anteil ca. 20-25 Prozent der als Substrat eingesetzten Biomasse. Praxiserfahrungen belegen eindeutig, dass die insgesamt darstellbare Gasmenge in unmittelbarer und negativer Korrelation zum im Substrat enthaltenen Anteil an Gerüstsubstanzen steht.

Ein Einsatz zusätzlicher Baugruppen zur physikalischen oder chemischen Vorbehandlung cellulosereicher Substrate, erhöht in hohem Maße den energetischen Eigenbedarf der Gesamtanlage sowie deren Betriebskosten. Der hierzu notwendige Aufwand wird in der Regel nicht durch die so darstellbaren zusätzlichen Energieerträge kompensiert. 

Der Schlüssel zu einer wirtschaftlichen, ökologischen und sozial verträglichen Bioenergieerzeugung liegt allein in der Nutzung biogener Rest- und Abfallstoffe. Die darin enthaltene Cellulose und Hemicellulose stellen zugleich den weltweit häufigsten natürlich nachwachsen Rohstoff dar. Diese Kriterien standen von Anfang an im Fokus unserer Technologieentwicklung. Nun kann eine Biomethananlage bereitgestellt werden, die diese besonderen Potenziale in wirtschaftlicher Weise erschließen kann.